Positive Bewertung
Ich finde die Folge richtig super und ich finde es sehr interessant ,dass auch Santiago Ziesmer in dieser Folge eine Synchronrolle hat.
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Ich finde die Folge richtig super und ich finde es sehr interessant ,dass auch Santiago Ziesmer in dieser Folge eine Synchronrolle hat.
"Eine Kunstkritik, die niemanden verletzt, taugt nichts. Sie muss die Mittelmäßigkeit auspeitschen, um das Genie zu schützen." - Denis Diderot - Es scheint, als müsse ich die Peitsche heute stecken lassen, denn Legende der Gaukler ist vom Mittelmaß so weit entfernt wie Bob von einer monogamen Lebenspartnerschaft. Einst, als ich Folge 198 erstmals hörte und nach kurzer Irritation entnervt in lethargische Wachträume abdriftete, dachte ich noch, die Folge reihe sich nahtlos in die Ära der Mittelmäßigkeit ein, die sich bereits ungefähr ab den 170er-Folgen abzuzeichnen begann. Erst als ich mich im Zuge eines meiner halbjährlichen Durchläufe anschickte, die Folge erneut zu hören und die ersten Dialoge unheilvoll wabernde Erinnerungen aus dunklen Winkeln meines Gedächtnisses entließen, offenbarte sich die wahre Gestalt ihres geistigen Erbes in Form von Angstschweiß und psychosomatischem Brechdurchfall. Es gibt absolut nichts an der Folge, das mir gefällt, nichts, was mich nicht restlos anödet. Vom nervtötenden Auftraggeber über den Rest der vollumfänglich uncharmanten Belegschaft ist die Atmosphäre der Folge, trotz des eigentlich relativ dankbaren Jahrmarktsettings am Abend, gänzlich ungemütlich. Es fühlt sich an, als lädt die Erzählung auf einen lauen Grillabend ein, veranstaltet diesen aber dienstagmittags auf einem schwülen, aufgeheizten Lidl-Parkplatz, während alle Teilnehmer unter dumpf pochendem Sonnenstich leiden. Man mag einwenden, dass die Legende der zwei Lebenden und der drei Toten ihr Möglichstes tut, um der Folge eine gewisse Unheimlichkeit zu verleihen. Aber die völlig egale Auflösung zieht so ernüchternd an meinem abgestumpften Dämmerschlaf vorbei, dass sie, anstatt die Folge ins Mittelmaß zu retten, eher meine mikroskopischen Resterwartungen auch noch enttäuscht. Am Ende offenbart sich das Scheitern der Folge nicht in klar umrissener Form. Es ist sind nicht ein besonders hanebüchener Plot oder besonders fragwürdige Charakterentscheidungen. Es ist nichtmal die langweiligste aller Folgen. Vielmehr ist Legende der Gaukler ein Konglomerat störender Ingredienzen, das sich zu einer Komposition des Unwohlseins summiert und als nekrotisierende Symphonie neue Maßstäbe der Beanspruchung setzt. Dieser Anspruch kommt nicht etwa daher, dass die Geschichte komplex konstruiert wäre und Aufmerksamkeit durch Tiefe entlohnt, sondern weil sie Aufmerksamkeit abstraft, bis es beim wiederholten Hören zur Kraftanstrengung wird, die Folge bei vollem Bewusstsein durchzustehen. Unter all den nostalgischen Einschlafbegleitungen der drei ??? Historie ist Legende der Gaukler die penetrant surrende Fliege, die sich im Mantel der Tropennacht immer und immer wieder neben dem Ohr aufs durchgeschwitzte warme Kissen niederlässt. Es ist die vielleicht drastischste Abkehr vom gutgeschriebenen Wohlfühl-Hörspiel. Die unvergleichliche Serie findet ihr Waterloo in einem Kopfschütteln der Resignation - ein denkbar unspektakulärer Tiefpunkt, getränkt in den Morast der Gleichgültigkeit. So kann dieser umkämpfte erste Platz der schlechtesten drei Fragezeichen Folgen fast als Erfolg gesehen werden, als einziges Kunststück, das den Gauklern tatsächlich gelingt, weil er der Folge das verleiht, was sie am nötigsten braucht: einen Grund, sie zu hören.
Ein kleiner Zirkus hält Einzug in die Stadt und mit ihm die schaurige Legende der zwei Lebenden und der drei Toten. Doch die Gaukler schweigen eisern über die seltsamen Phänomene, die die drei ??? in den Bann ziehen – denn wer über die Legende spricht, den überkommt schreckliches Unheil. Keine guten Voraussetzungen für Justus, Peter und Bob, die sich außerdem fragen müssen, was es mit ihrem mysteriösen Auftraggeber auf sich hat. Können sie das Geheimnis der Gaukler lüften?
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