Bei der Folge, die heute rauskam verstehe ich noch gewissermaßen warum die Geschmäcker unterschiedlich sind. Viele der abstrakteren Folgen (Zeitreisende und die andere Alien-Folge) sind ja auch nicht so beliebt, obwohl ich sie ganz gerne mag. Aber das allgemeine Thema, dass die neuen Folgen immer sofort gehasst werden kann ich mir nicht ganz erklären. Manche behaupten, die Folgen fühlen sich anders an aber ehrlich gesagt, glaube ich, liegt das nur daran, dass wir WISSEN, dass die Folgen neu sind. Viele von uns DDF-Fans sind einfach sehr nostalgisch und eingesessen: wir hören (meist wiederholt) Folgen, die vor Jahren vertont wurden und sind lange (viele wahrscheinlich schon seit der Kindheit) tief in der Materie drinnen. Ich glaube es fällt uns schwer eine neue Folge in diese -uns so heilige- Sammlung aufzunehmen und sie als “gut genug” zu betrachten. Wir vergessen dabei aber vielleicht, dass bei den früheren Folgen auch nicht jede Woche ein “Feuermond” oder “Nebelberg” erschienen ist und es da zwischendurch auch mid-Folgen gab. Ich finde es schade. Wenn wir jetzt ab sofort immer mit dieser skeptischen Haltung an die Neuerscheinungen rangehen, machen wir es uns selber kaputt. Und wir wissen auch nicht wie lange die Sprecher das noch machen- ich finde wir sollten positiver an die Sache rangehen. Was denkt ihr?
Schlechte Bewertung der Neuerscheinungen
emmaerdbeere -
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5 Antworten
Nein aber du kannst auch nicht sagen dass das letzte alles super Folgen waren, ichcfand der Großteil ist leider schlechter geworden und das liegt an neuen Sprechern die schlechter klingen als die Amateursprecher der Mitmachhörspiele, an viel zu langen Dialogen und schlechten Plots/Themen es ist einfach so die vorletzte Fokge war mid, die Folge war (dass was ich gehört habe) schlechter, Bann des Barrakudas war schlecht und klar sticht dann mal sowas wie der rote Büffel (top Folge) heraus aber der Großteil ist halt schlechter als früher (und ich bin mir 16 definitiv nicht nostalgiegeblendet)
Ja, da stimme ich zu, es sind nicht alle neuen Folgen super. Das wollte mit dem Post auch nicht behaupten aber teilweise habe ich das Gefühl das neue Folgen, die eigentlich okay sind als schlechter dargestellt werden, als sie eigentlich sind, nur weil sie halt neu sind. … ich denke einfach dass diese grundsätzliche skeptische Haltung uns das Ganze vermiest.
ich persönlich freue mich immer noch auf sehr auf jede neuerscheinung, muss aber auch zugeben, dass ich beispielsweise bei der neuen folge schon beim ersten blick auf titel und cover vermuten musste, dass sie mir nicht gefallen wird. mir gehen viele der neuen folgen in eine sehr ähnliche richtung, bisschen zu viel übernatürliches und spirituelles, dafür fehlt natürliche spannung und ein starker und unvorhersehbarer plot. aber natürlich darf man auch nicht generalisieren, spur der toten zb oder der rote büffel sind sehr starke folgen, die natürlich auch durch ihre verwendung beliebter und bekannter charaktere punkten. und sie wären natürlich auch nicht so stark, wenn eine clarissa franklin alle 10 folgen vorkommt. trotzdem finde ich, dass es gerade in den letzten paar jahren überproportional viele flops gab. du hast recht, auch früher war nicht alles 1A und es gibt auch heute neue sehr gute folgen, aber was meinen geschmack angeht, ist die dichte an schlichtweg spannenden folgen, die man unbedingt bis zum ende hören möchte, leider wesentlich geringer.
Ich kann dir nur zustimmen. Ich sehe, dass Problem auch eher in der pessimistischen Grundhaltung, die an den Tag gelegt wird. Natürlich bewertet man Folgen schlechter, wenn man vor Beginn mit einer Einstellung zu hören beginnt, die jeglichen positiven Aspketen direkt den Erdboden unter den Füßen wegreißt. Was erwartet man denn? Die Folge wird, allein vom Kopf her, direkt in eine Schublade aus der sie sich selber nicht mehr befreien kann. Das ist wie mit Papier, das man zerreißt, weil man denkt man bräuchte es nicht mehr, man sich dann aber umentscheidet, die einzelnen Fragmente wieder zusammenkleben will aber natürlich nicht mehr der positive und schöne Ausgangszustand herzustellen ist. Klar, sind auch einige Rohkrepierer dabei und das wahrscheinlich auch nicht zu knapp. Jedoch gibt es auch sehr viele sehr gute finde, die echt Spaß machen und spannend sind, sofern man sich einmal auf die Athmosphäre eingelassen hat (Drehbuch der Täuschung, dreiäugiger Schakal, Nacht der Gewitter, Fantasmofon). Der größte Punkt, der mir jedoch durch das Durchlesen einiger Bewertungen, nicht nur zu dieser Folge, aufgefallen ist der fehlende Willen vieler Hörer sich überhaupt erst auf die Folge und ganz besonders ihre Athmosphäre einzulassen. Das ist ein Punkt, der nicht nur auf die neueren Folgen zutrifft dort aber vermehrt vorzufinden ist. Athmosphäre und Soundkulisse sind ein großer Bestandteil eines Hörspiels. Man kann nicht erwarten, dass jede Folge nur aus Spannung und reiner Emotionalität seitens der Hauptcharaktere lebt. Man muss sich auf die Folge einlassen. Damit meine ich vor allem auch die bewusst die Fantasie anregen zu wollen. Es ist auch einfach mal wichtig die Augen zu schließen und sich das ganze Setting vorzustellen. Was glaubt ihr was es ausmacht, speziell beim Ersthören einer Folge, wenn man sich mal auf die Kulisse eingelassen hat. Die Lebendigkeit, die man sich selber kreiert, ist oftmals eine viel größere und führt ebenso zu einem deutlich positiveren Wahrnehmen der Folge, da es ermöglicht, dass man einerseits kleinere Akkustik Details aus dem Hörspiel stärker wahrnimmt als sich auch andererseits deutlich stärker in Protagonisten und ihre Handlung hineinversetzen kann. Das sind Grundpfeiler, auf die aber kaum mehr geachtet werden. Sicherlich, es gibt einige neuere Folgen, bei denen eine deutliche Kürzung ihrer Länge dem allgemeinen Hören besser von Dienem wäre. Das verschönt jedoch nicht die oftmals zu harsche Bewertung, die getätigt wird. Es gibt auch einige ältere Folgen (ab dem 80er Bereich), bei denen man sich fragt wieso die Handlung oftmals so stark gestreckt wurde. Die meisten Hörer haben jedoch beim Ersthören vieler dieser Folge keinen Fokus gelegt wird, wodurch diese allgemein in ein etwas besseres Licht gerückt werden als beim Erscheinen zu heutiger Zeit der Fall wäre, da man nun auf Länge und Handlung stärkeren Fokus legt als man es früher eventuell getan hat. Auch hat der Fokus auf die Folgen selbst durch das Erwachsenwerden nochmal einen deutlicheren Schritt gemacht, den man damals eben nicht hatte. Dadurch rücken Fehler bzw. Mängel aus älteren Folgen in ein amüsantes, schnell vergessenes Licht. Ganz im Gegensatz zu heute erschienen Fällen, bei denen man sich sofort auf eben solche stürzt. Naja, dass waren nur mal so meine ganzen Gedanken zu dem Thema. Ach wenn sich das wahrscheinlich die wenigsten durchlesen werde, finde ich sind das die Kernpunkte zu den neuen Folgen, die viele Hörer besitzen (oder auch nicht). Fragt mal ein 6jähriges Kind wie dieses zu eine der letzten 15 Folgen steht? Die Wahrnehmung wird eine positivere sein, so viel ist ist sicher.
Danke für die Antwort, ich kann nur zustimmen! Das ist es eben auch was mich stört: diese harsche Bewertung mit 1 oder 2 Sternen, obwohl die Folge (wäre sie nicht neu) wahrscheinlich so 3 oder 3,5 bekommen hätte. Natürlich darf jeder bewerten wie er will und es ist auch schwierig dieses Thema zu “diskutieren” weil jeder ja einen anderen Geschmack hat aber mir fällt das einfach vermehrt bei den neuen Folgen auf, meist mit einem Kommentar dazu, dass die neueren Folgen halt einfach nicht so gut seien. Und ich glaube wie gesagt, dass das einfach nur ein Vorurteil ist.